Albertsberg




historische Ansicht von Albertsberg um 1921
zur Verfügung gestellt von André Baldauf

 

In seiner Schrift „Volksheilstätten für Lungenkranke ein Beitrag zur Lösung der sozialen Frage“ wies Dr. Driver auf die Notwendigkeit hin, Volksheilstätten zu errichten.
Nachdem Dr. Driver am 15. Juli 1890 dem Sächsischen König Albert bei einem Besuch in Bad Reiboldsgrün diese Schrift überreichte, konnte unter dem Protektorat von König Albert am 08. Juli 1893 inzwischen ein „Verein zur Begründung und Erhaltung von Volksheilstätten für Lungenkranke in Sachsen“ (später Sächsischer Volksheilstättenverein für Lungenkranke“, ab 1917 „Sächsischer Heilstättenverein für Lungenkranke e.V.“ , Sitz Dresden) gegründet werden.

Am 20. September 1897 wurde in feierlicher Weise und zu Ehren König Alberts, in Gegenwart des Königspaares, die „Volksheilstätte Albertsberg“ für Männer, mit 121 Betten, als erste Volksheilstätte Sachsens und eine der ersten Deutschlands übergeben.

Die Entwürfe zu den Bauten stammten von dem Geheimen Medizinalrat Prof. Curschmann, Leipzig, die Baupläne von dem königlich-sächsischen Baurat Tscharmann, Dresden.
Der Baugewerksmeister F.W. Ebert, Auerbach, führte den Bau aus.

Kurz vor Weihnachten 1909 konnte die neue Kapelle eingeweiht werden, ein reizvoller, mitten in den Anstaltswald gestellter kleiner Bau, der nach den Plänen des Herrn Professors Baurat Tscharmann aus Dresden errichtet wurde und seine innere malerische Ausschmückung Herrn Kunstmaler Rössler aus Dresden verdankte.
Die Kapelle wurde 1929 aufgelöst und der Altar in der neuen Kirche Schnarrtanne aufgestellt.

In beiden Weltkriegen war in Albertsberg ein Lazarett für tuberkulosekranke Soldaten eingerichtet.

Von 1966 bis 1997 war Albertsberg eine Abteilung des Fachkrankenhauses Bad Reiboldsgrün. Seit 1998 befinden sich die ehemaligen Krankenhausgebäude in Privatbesitz. Einige wurden abgerissen.

Aus der Festschrift „450 Jahre Schnarrtanne 590 Jahre Vogelsgrün 75 Jahre Paul-Gerhardt Kirche“ 2001

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